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2012: Nestroy-jaar

Op 25 mei dit jaar is het 150 jaar geleden dat Johann Nepomuk Nestroy overleed. Tijd voor een feestje, ehh..een herdenking. Een herdenkingsjaar zelfs.

Het belangrijkste is misschien de presentatie van de nieuwe Nestroy-biografie van Prof. Dr. W. Edgar Yates: '"Bin Dichter nur der Posse" - 'Johnann Nepomuk Nestroy. Versuch einer Biographie''. ISBN 978-3-901749-97-1.

Op Facebook is de uitnodiging voor dit event te vinden.

Der Titel „Bin Dichter nur der Posse“ stammt aus einem Albumspruch Johann Nepomuk Nestroys (1801–1862) und verweist auf die ironische Bescheidenheit, die dem „Wiener Aristophanes“ eigen war, der damit eine distanzierte Sicht auf sein wechselvolles Leben mit allen Höhen und Tiefen bewies: „Seine Stücke erregen Furore oder machen Fiasko“, schrieb ein Kritiker im Jahr 1848. Sein literarisches Schaffen begann mit parodistischen Zauberspielen und erreichte mit den klassischen Possen der Jahre 1840–1842 einen Höhepunkt. In den Werken der darauffolgenden Jahrzehnte bis zu den letzten Einaktern fanden die Spannungen von Vormärz, Revolution und Restauration ihren Niederschlag.

Im Unterschied zu anderen bedeutenden Dichtern seiner Zeit mag Nestroy auf den ersten Blick als weltgewandt und selbstsicher erscheinen; dass sein Charakter wesentlich komplexer war, wird erst bei genauerer Betrachtung an vielen Facetten seines Berufs- und Privatlebens sichtbar. Seine Leistungen als charismatischer Schauspieler, satirischer Dichter von Weltrang und (oftmals unterschätzter) Theaterdirektor werden im Kontext des kommerziellen Wiener Vorstadttheaters, aber auch der internationalen Theaterkultur seiner Zeit gesehen.

Dieser Band unternimmt unter Berücksichtigung aller durch die historisch-kritische Nestroy-Ausgabe (1977–2010) gewonnenen Erkenntnisse den Versuch einer „lesbaren“ Biographie, die ohne viel Fachterminologie auskommt, sehr wohl aber auf genaue Nachvollziehbarkeit auf der Basis überlieferter Quellen achtet. Mehr als 70 Abbildungen vergegenwärtigen die Vielseitigkeit von Leben und Schaffen des großen Satirikers.
Der Autor

W. Edgar Yates, geboren 1938, emeritierter Professor an der Universität Exeter (GB). Mitherausgeber der historisch-kritischen Nestroy-Ausgabe 1992–2010, Schriftleiter der Zeitschrift Nestroyana 1992–2009. Mitglied der British Academy (London), Korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (phil.-hist. Klasse).

Er komt nog een tweede biografie uit: "Der Störenfried - Johann Nestroy. Ein Theaterleben" door Dr. Renate Wagner-Wesemann. ISBN 978-3-00836-5.

Verder zal de Oostenrijkse post op 2 mei een postzegel uitbrengen, waarop een ingekleurde lithografie van Melchior Fritsch uit 1857 is afgebeeld, die Nestroy in zijn rol als Willibald uit "Die "schlimmen Buben in der Schule" toont.

Diverse uitvoeringen van Nestroy-stukken, w.o. "Der böse Geist Lumpazivagabundus" in het Theater in der Josefstadt maken het jaar vol. Maar Nestroy-uitvoeringen zijn in Wenen sowieso niet schaars.

Carnaval in Mainz

Nooit gedacht ooit nog eens een stukje over Carnaval te schrijven - ik heb er niets mee. Maar de Duitstalige Wikipedia heeft vandaag, maandag 7 maart 2011, een stukje op de voorpagina over de "Mainzer Rosenmontagszug". En schrijft daarbij:

Der Mainzer Rosenmontagszug hat mittlerweile eine über 170-jährige Geschichte. Die Anfänge gehen dabei bis in die Biedermeierzeit zurück. Mainz war als Bundesfestung zu diesem Zeitpunkt wechselweise von preußischen und österreichischen Truppen besetzt und die vor allem in Köln und Düsseldorf vollzogene Neuorganisation der Fastnacht begann sich auch in Mainz auszuwirken.

Interessant fenomeen, Carnaval. Ineens :-).
Daarom citeer ik ongegeneerd voor deze blogpost uit dit Wikipedia-artikel.

Der Krähwinkler Landsturm – Vorläufer des Rosenmontagszuges
Bereits 1837 organisierte der Mainzer Handwerker Nikolaus Krieger erstmals einen so genannten Krähwinkler Landsturm, den ersten Fastnachtsumzug in Mainz. Literarische Vorlage für diese im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts in Mode kommenden Veranstaltungen (so beispielsweise 1822 in Basel, 1831 in Speyer) war das Stück Die deutschen Kleinstädter des Dramatikers August von Kotzebue. Krähwinkel, eine dort beschriebene Kleinstadt, war zu damaliger Zeit der Inbegriff für Dummheit und Borniertheit. Der Krähwinkler Landsturm parodierte diese Eigenschaften ebenso wie das Spießertum der Biedermeierzeit und das Militär mit seinen Uniformen und seinem militärischen Drill. Er gilt heute allgemein als Geburtsstunde sowohl der organisierten Mainzer Fastnacht wie auch als direkter Vorläufer des im folgenden Jahres erstmals stattfindenden Rosenmontagszuges.
Der Krähwinkler Landsturm wies bereits typische Merkmale der Mainzer Straßenfastnacht auf. So beispielsweise eine 15köpfige närrische und uniformierte Bürgerwehr mit einem „Fähnrich Rummelbuff“ an der Spitze oder der im Mittelpunkt stehende „Held Carneval“ (in späteren Jahren nur noch als „Prinz Carneval“ tituliert). Bei der Mainzer Bevölkerung war der Zug ein großer Erfolg. Mehrere hundert Teilnehmer, zwei Motivwagen und nicht zuletzt die närrische Garde in ihren Uniformen sorgten für Aufsehen. Dank den Vollführern dieses schönen Zuges. Mehr hat man wohl nie gelacht, als über diese herrliche Composition der Laune und über die gelungene Durchführung derselben…[2] wird von zeitgenössischen Chroniken vermerkt. Somit war der Grundstein für den 1838 erstmals stattfindenden Rosenmontagszug gelegt.

1838 – Das Geburtsjahr des Mainzer Rosenmontagszuges
Nach dem großen Erfolg 1837 organisierten engagierte Bürger um den Mainzer Großkaufmann, Stadtrats- und Landtagsmitglied Johann Maria Kertell, und den neu gegründeten Mainzer Carneval-Verein einen am Fastnachtsmontag (26. Februar 1838) stattfindenden Maskenzug. Zuerst kam es jedoch zu einer Reihe von wichtigen und zukunftsweisenden Aktionen in der noch neuen Mainzer Fastnacht. Am 19. Januar 1838 wurden von einem Komitee Mainzer Bürger Statuten für einen Carnevalsverein niedergeschrieben. Der großherzoglich-hessische Provinzialkommissar von Lichtenberg wurde zeitgleich um die Genehmigung der Statuten und somit um Anerkennung gebeten; über 100 Antragsteller unterschrieben diesen Antrag. Eines der prinzipiellen Ziele des neuen Vereins wurde in der Antragsschrift so formuliert: … auf Carneval in besserer Ordnung und edlerm Geschmack wie bisher in dieser Stadt geschehen, dem Gott Jocus zu huldigen … Bereits am 22. Januar wurde die Genehmigung erteilt, was auf vorherige Absprachen zwischen den Antragstellern und den Behörden schließen lässt. Der Mainzer Carneval-Verein (MCV) war geboren. Am 25. Januar fand die erste Generalversammlung statt, weitere Sitzungen folgten. Am 9. Februar beantragte der Präsident Carl Georg Michel die Genehmigung eines Fastnachtsmontagszuges, die die Behörden prompt erteilten.
Zwei Mainzer Chaisenfabrikanten, die Stadtverwaltung und auch die Militärbehörde stellten 100 Kutschen zur Verfügung. Aus der närrischen Bürgerwehr des Vorjahres war mittlerweile die Mainzer Ranzengarde mit 37 Mitgliedern und ihrem General Johann Maria Kertell entstanden, die nun in kurfürstlichen Uniformen aus der Zeit des Kurfürsten Friedrich Karl Joseph von Erthal auftrat. Sie und die „Zwergen-Compagnie“, die aus kostümierten Kindern bestand, sorgten für die „militärische“ Eskortierung des Zuges und galten als Leibgarde des Helden Carneval.
Herolde des Prinzen zu Pferd bildeten noch vor der Ranzengarde die Spitze des Zuges. Ihnen folgten die Fahnenträger und die Ranzengarde in ihren neuen Uniformen, viele davon mit ausgestopften Bäuchen und langen Zöpfen.[4] Held Carneval residierte mit seinem Hofstaat auf den mitfahrenden Kutschen. Der Zug nahm seinen Weg von der Reitbahn über den Schlossplatz und die Große Bleiche zum Markt. Dort fand der Höhepunkt des Zuggeschehens statt: Held Carneval wurde feierlich inthronisiert und zum König gekrönt und nahm die Huldigung der Mainzer Bürgerschaft entgegen. Erstmals fand auch eine Fahnenweihe und eine Rekrutenvereidigung bei der Ranzengarde statt, bis heute typische Elemente der Mainzer Straßenfastnacht. Beendet wurde diese erste richtige Mainzer Fastnachtskampagne mit einer Kappenfahrt in die Neue Anlage.

Die folgenden Jahrzehnte bis 1933
Die auf den ersten Rosenmontagszug 1838 folgenden nächsten beiden Rosenmontagszüge 1839 und 1840 waren noch thematisch miteinander verbunden. Wurde 1838 Held Carneval inthronisiert, war das Thema des Zuges im Jahr 1839 seine Hochzeit, im darauffolgenden Jahr wurde die Geburt des gemeinsamen Sohnes „Hanswurst“ zelebriert. Spätestens ab 1842 spiegelten sich allerdings in den Rosenmontagszügen eher aktuelle Themen der politisch unruhigen Vormärzzeit wider. Die gesamte, noch junge Mainzer Fastnacht wurde politischer: War das Verhältnis der im Mainzer Carneval-Verein organisierten Aktiven zu den Behörden bislang ausgesprochen gut, standen nun neue, politisch aktive Fastnachter wie Ludwig Kalisch, Franz Heinrich Zitz (er war ab 1843 Präsident des MCV) oder Eduard Reis in der Öffentlichkeit, die auch für die Entstehung der politisch-literarischen Mainzer Fastnacht verantwortlich waren.
So geriet der Mainzer Rosenmontagszug 1845 erstmals in das Visier der Behörden im fernen Darmstadt. Der Innenminister des Großherzogtums Hessen-Darmstadt sah sich veranlasst, dem Zug … mehr amtliche Tätigkeit und Wachsamkeit zu widmen. 1846 kam es im Rahmen des Rosenmontagszuges zur symbolischen Verbrennung der Zensur auf dem Mainzer Marktplatz. Trotzdem war das Verhältnis des den Zug organisierenden MCV zu den Mainzer Lokalbehörden auch in diesen Zeiten nach wie vor gut. Der Provinzialkommissar von Lichtenberg sowie der amtierende Mainzer Bürgermeister Nikolaus Nack konnten immer wieder durch ihr Engagement und kluges Taktieren gegenüber dem Großherzoglich-Darmstädtischen Hof ein Verbot des MCV und damit auch des Rosenmontagszuges verhindern. Doch die allgemeinen politischen Verhältnisse 1848/49 und in den anschließenden Jahren in Südwestdeutschland sorgten für eine vorübergehende Zwangspause der Mainzer Fastnacht und des Rosenmontagszuges. Es wurden in diesen Jahren nur wenige Sitzungen durchgeführt, alle Rosenmontagszüge fielen bis 1855 vollständig aus.

Prins Carnaval Ludwig Chary (midden) en zijn gevolg: MCV-voorzitter Carl Michael als ceremoniemeester (links) en Heinrich Delahaye als heraut (rechts). Mainzer Carneval-Verein in het jaar van oprichting 1838. Mainzer Rosenmontagszug 1845: Abschlussinszenierung auf dem Marktplatz. Die Mainzer Bürgerschaft huldigt Prinz Carneval und Prinzessin Carnevalia. Originalzeichnung möglicherweise aus dem damaligen Bericht der "Illustrirten Zeitung" in Leipzig.

Het artikel gaat nog verder, maar dat heeft geen verband meer met het Biedermeier - en dan houdt het voor mij op.
Een "ander Wikipedia-artikel geeft nog wat meer informatie over de politieke achtergrond van de "Mainzer Fastnacht" in het Biedermeier:

Die Mainzer Fastnacht war in der Anfangszeit durchaus unpolitisch. Daher wurden die Aktivitäten fastnachtlicher Organisation (MCV, Ranzengarde, Fastnachtsmontagszug, Sitzungen) von der großherzoglichen Obrigkeit zwar kritisch beäugt, gleichzeitig aber wohlwollend gefördert. Bezeichnend hierfür ist zum Beispiel, dass die Fastnachtsvereinigungen immer nur für eine Saison gegründet werden durften, und sich an jedem 11. November neugründeten, was auch immer genehmigt wurde. Dies entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einer eigenen Tradition, die aber wegen der damit verbundenen Unannehmlichkeiten (Jährliche Auflösung des Vereinsvermögens, Neugründung nur bei entsprechender Initiative und ohne vereinseigenes Startkapital) schließlich aufgegeben wurde.
Ein zweites Beispiel für diese Situation ist das Schicksal der „Duttinger“, einer in den 40er Jahren gegründeten neuen Karnevalsgesellschaft neben dem MCV. Sie wurde polizeilich verboten, „da die Existenz eines zweiten Vereins nicht im Interesse der Mainzer Verhältnisse liege“, und „nur neue Unordnung“ befürchtet wurde.
Die Politisierung der Mainzer Fastnacht begann erst im Vorfeld der Revolution von 1848, als Franz Heinrich Zitz, einer ihrer Protagonisten, 1843 Präsident des MCV wurde und der Demokrat Philipp Wittmann ins Komitee einzog. Die von Kalisch redigierte "Narrhalla" agitierte ab 1843 in der Karnevalszeit als seinerzeit einzige Publikaton unter närrischem Deckmantel für Demokratie und Pressefreiheit. 1848 fiel die Fastnacht aus, am Aschermittwoch verkündete Zitz den begeisterten Mainzern vom Theaterbalkon aus den Sieg der Revolution. Die "Narrhalla" wurde eingestellt, ihre Aufgabe war erfüllt.

Informatie ontleend aan:

  • Mainzer Rosenmontagszug.
  • Mainzer Fastnacht
  • Rosenmontag
  • Karneval, Fastnacht und Fasching
  • Friedrich Schütz: Die moderne Mainzer Fastnacht. in: Franz Dumont, Ferdinand Scherf, Friedrich Schütz (Hrsg.): Mainz – Die Geschichte der Stadt.
  • Mainzer Carneval-Verein 1838 e.V. (Hrsg.): Ewe kimmt de Zug. Die Geschichte der Mainzer Straßenfastnacht.
  • Neoclassicisme en Biedermeier bij museum De Fundatie.

    Museum "De Fundatie" ïn Zwolle heeft momenteel een tentoonstelling met Neoclassicistische en Biedermeier werken uit de collecties van de vorst van Liechtenstein.

    Ik ernaar toe. Een mooie expositie ook nog eens in een schitterend museum, eigenlijk jammer dat Zwolle zo ver van mijn woonplaats ligt.
    Van schilderkunst heb ik minder verstand dan van muziek of literatuur, maar tussen de vele portretten van leden van het Liechtensteinse vorstenhuis herkende ik bij de genrestukken onmiddelijk het schilderij "Het voorzichtige dienstmeisje" van Peter Fendi (1796-1842) uit 1834. Vreemd, ik had dit schilderij ook gezien bij de Biedermeier-expositie "Schoonheid en Burgerzin" in het Noordbrabants Museum in 1995. Toen werd er helemaal niet bij verteld dat de Liechtenstein-collectie zo zelden op reis gaat. Ik de catalogus van toen erbij gepakt en jawel: het schilderij werd geëxposeerd onder de naam "Nieuwsgierig Aagje" uit 1833! Het staat zelfs op deze website! Maar wacht eens, andere naam, ander jaartal? Bij goed kijken blijkt het een ander schilderij; of liever: Fendi heeft gewoon twee keer min of meer hetzelfde schilderij gemaakt. Zoek de verschillen (zonder op het verschil in belichting van de scan te letten) :-)

    Peter Fendi - "Nieuwsgierig Aagje" 1833 Peter F
    endi - "Het voorzichtige dienstmeisje" - 1834

    In de catalogus beschrijvingen wordt er met geen woord over gerept; zou het bekend zijn?

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